Bautagebuch Jugendzentrum „Jugendkirche“ Dresden

Wir starten an dieser Stelle mit einem Bautagebuch, das dich – auch in Abhängigkeit davon, was auf der Baustelle passiert – monatlich zum aktuellen Baugeschehen rund um das Jugendzentrum „Jugendkirche“ in Dresden informieren wird.

Mein Name ist Christiane Seiler, ich unterstütze die Ev.-Luth. Kirchenbezirke Dresdens in der Entstehungsphase  des Projektes. Dabei stehe ich im Austausch mit allen, die an der umfangreichen Förderung und am Bau beteiligt sind, bereite Verträge mit Baufirmen, Architekten und anderen Planungsbüros vor. Mit den Menschen, die bald von hier aus Jugendarbeit machen werden, arbeite ich dabei eng zusammen.

September/Oktober 2020

Immer noch heißt es: Schalen, Bewehren, Vergießen, Verdichten, Ausschalen.

Nach dem 1. Obergeschoss folgte das 2. Obergeschoss und nun entsteht das 3. Obergeschoss. Bauteil für Bauteil geht es in luftige Höhen. Die Rohbauarbeiten für den Bürotrakt sind fast abgeschlossen. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Ev. Jugend entstehen schöne Räume mit einem tollen Blick in die Kirche und ins umliegende Grün. Aus dem Chorbereich der Trinitatiskirche kann man derzeit wie in ein aufgeschnittenes 3D-Modell in alle Bürogeschosse hineinschauen. Dahinter wird nun auch im bestehenden Mauerwerk im Turm gehämmert. Es entstehen neue Durchgänge. Das Alte wird mit dem Neuen verbunden.

Während im 3. Geschoss noch Wände hergestellt werden, gehen die Arbeiten an der Decke mit den großen Spannweiten über dem zentralen Veranstaltungsraum nun nach langem und sorgfältigem Planen und Vorbereiten endlich los. Jetzt wird es wieder spannend! Daumen drücken, dass alles gut läuft beim Herstellen der vier neuen Betonstützen im südlichen Seitenschiff und beim Herstellen der Deckenauflager im Bestandsmauerwerk. Hier ist geballtes Ingenieurfachwissen hineingesteckt worden und soll nun mit hohem handwerklich-technisches Geschick umgesetzt werden.

Im Hintergrund dieses Geschehens arbeiten schon beauftragte Firmen an der Herstellung der nächsten Bauteile: an den großen Außenfenstern, der Pfosten-Riegel-Fassade für den Bürotrakt und am großen Stahl-und Glaskubus, der einmal in die Umgebung leuchten soll.

Juli/August 2020

Schalen, Bewehren, Vergießen, Verdichten, Ausschalen. Auch in der Sommerpause wird fleißig weitergearbeitet! Die Bodenplatte wird gleich Anfang Juli gegossen. In eine kleine Aussparung in der Bodenplatte wird am 10. Juli ein Koffer mit verschiedenen Dingen eingelegt, die an diese Grundsteinlegung erinnern sollen. Es sind Wünsche für die künftige Jugendkirche, Bibelstellen, Pläne und weitere Zeitzeugnisse und Erinnerungen. Alles ist bildlich festgehalten und zu sehen unter www.evangelische-jugend-dresden.de/aktuelles oder https://www.youtube.com/watch?v=6qWzVKPrvBg&feature=youtu.be

Nun werden die ersten Betonstützen in Sichtbeton im Erdgeschoss hergestellt. Es folgen die die Erdgeschosswände für die WC-Bereiche und für den Aufzug. Es geht in die Höhe: Für die Decke über dem Erdgeschoss wird mit blitzblanken Tafeln – wie für alle Sichtbetonelemente – eine Schalung hergestellt. Für die Auflager der Decke müssen die vorgelagerten Pfeiler ausgestemmt werden. Damit die roten Porphyrsteine nicht abrutschen und einstürzen, müssen die Steine mit dem dahinter liegenden Mauerwerk tief mit dicken „Nadeln“ verbunden und damit fixiert werden. Mittlerweile ist auch diese Decke fertig und die Wände des des 1. Obergeschosses. Dort entstehen Büroräume. Und wieder aufs Neue: Schalen, Bewehren, Vergießen, Verdichten, Ausschalen.

 

Juni 2020

Lüftungskanäle sind nun unter Sand eingebettet und warten auf ihren Einsatz. Zum Schutz der schon eingebauten Luftkanäle und zur auch zur Vorbereitung der Bodenplatte wird eine Sauberkeitsschicht aus Beton hergestellt. Es wird auch fleißig weitergearbeitet an der Fertigstellung der Fundamente für den Bürotrakt. Die Baufirma Lattermann Bau GmbH stellt ein Probestück und eine Musterwand aus Sichtbeton her. Die Auswahl der Helligkeit des Betons, der Eck- und Kantenausbildung, der Schalplattenoberflächen und weiterer Parameter für die Sichtbetonwände und -decken werden unter die Lupe genommen. Es soll ja gut werden!

Mai 2020

Im südlichen Seitenschiff wird die Betondecke abgebrochen. Das gestaltet sich um Einiges schwieriger als gedacht. Stahlträger waren in das bestehende Mauerwerk eingesetzt worden und müssen nun wieder vorsichtig gelöst werden. Die Herstellung der Mikrobohrpfähle ist mit einem Prüfverfahren  erfolgreich beendet worden. Weitere Tiefbauarbeiten werden ausgeführt. Auf die Bohrpfähle werden Betonfundamente aufgesetzt. In das Erdreich werden Lüftungskanäle eingebaut.  Die Luft, die durch diese Kanäle durchströmen wird, versorgt dann später alle Besucher im großen Veranstaltungsraum mit Frischluft. Die Vorbereitung der Rohbauarbeiten läuft. In diesem Zusammenhang wird südlich der Kirche ein 33 Meter hoher Kran aufgestellt. Damit kann nun Material von außerhalb der Mauern in das Kircheninnere transportiert werden. 

April 2020

Die Spezialtiefbaufirma rückt an. Der Aufbau beginnt ganz tief unten in sieben bis zwölf Meter Tiefe mit der Herstellung einer neuen Gründung mittels Mikrobohrpfählen aus Stahl. Diese werden wie eine Schraube in das Erdreich hineingedreht. Danach wird jedes Bohrloch rundherum mit Zement verpresst. Insgesamt ergibt das einen Durchmesser von nur knapp 20 Zentimeter pro Bohrung. Mit dieser Technik werden insgesamt  30 Pfähle im Boden verankert.
Zukünftig werden die Lasten von den alten Streifenfundamenten und den neuen Mikrobohrpfählen gemeinsam in den Baugrund abgeleitet. Die historischen Streifenfundamente der Trinitatiskirche werden nur in dem Maße wie vor der Zerstörung ihre alte tragende Funktion wieder neu übernehmen.

März 2020

Damit die schweren Baufahrzeuge ungehindert an und in den Kirchraum kommen und den Bauplatz dabei möglichst wenig beschädigen, ist im Süden des Trinitatisplatzes und vor der Kirche vorübergehend ein Mineralgemisch – u. a. mit Split – verteilt worden. Der Gehweg ist mit Asphalt abgedeckt und damit ebenfalls vor dem starken „Angriff“ geschützt. Die Bagger fahren nun durch die große Pforte im Westen in die Kirche ein. Auch erste Abbrucharbeiten sind bereits ausgeführt.
In der Bombennacht 1945 wurde die Trinitatiskirche zerstört. Deshalb rückt nun eine spezielle Bohrfirma an und untersucht den Baugrund an verschiedenen Punkten in der Kirche auf mögliche Kampfmittel aus dem II. Weltkrieg. Zum Glück, es gibt keine gefährlichen Fundstücke.

Covid 19 und die damit verbundenen Ausgangsbeschränkungen betreffen die Bauarbeiten nur am Rande. Wir sind nicht direkt betroffen, müssen aber Verzögerungen in Kauf nehmen. Unsere Spezialtiefbaufirma ist aufgrund von Quarantänebestimmungen nicht einsatzbereit und muss zwei Wochen pausieren.

Februar 2020

Es geht los! Vor der Kirche wird schon ein Teil der Entwässerungsleitung verlegt. In der Kirche wird auf-, aus- und weggeräumt. Trümmerteile aus Porphyr (einem rötlichen Gestein vulkanischen Ursprungs u. a. aus Sachsen) werden bis zur neuen Verwendung ausgelagert.
Die Eingangstreppe am Turm, der Taufstein und andere Bauteile werden mit Holz vor den künftigen „rauen“ Zeiten geschützt und beschirmt.

Januar 2020

Der Ahornbaum in der Trinitatiskirche wird gefällt. Das Holz der Stämme wird eingelagert und getrocknet. Es sollen später daraus geschnitzte Unikate entstehen, die vielleicht auch wieder in die Kirche zurückkommen.

Dezember 2019

Der evangelische Kindergarten im Norden der Trinitatiskirche braucht während der Bauzeit einen sicheren Zugang zum Spielgelände der Kinder. Ein neuer Zugang wird hergestellt und schon im Januar ist alles fertig und bereit für das, was kommt.

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